Tesla

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UMWELTFREUNDLICH FAHREN

Bei Tesla unterscheidet sich das Thema „Klonen“ fundamental von allen anderen bisherigen Herstellern. Da Tesla eine Software-Firma ist, die Autos baut, nutzen sie keine klassischen Transponder-Chips (wie ID46 oder ID48), sondern hochmoderne NFC-Technologie (wie bei Kreditkarten) und Bluetooth Low Energy (BLE).

Ein klassisches „Klonen“ (eine 1-zu-1-Kopie des Chips erstellen) ist bei aktuellen Tesla-Modellen nahezu unmöglich, da die Schlüsselkarten und Fobs mit einer 2-Wege-Verschlüsselung (JavaCard-Applets) arbeiten.

Hier ist die Übersicht der Systeme:

Tesla Modelle und Schlüsselsysteme

ModellZeitraum (ca. von – bis)TechnologieKlonbarkeit (Cloning)
Model S2012 – 2018Key Fob (Pektron / 40-Bit)Bedingt (nur durch Hacker-Tools möglich)
Model S2018 – heuteBLE / NFCNein (nur direktes Anlernen)
Model X2015 – 2020BLE / NFCNein
Model 32017 – heuteNFC-Karte / SmartphoneNein
Model Y2020 – heuteNFC-Karte / SmartphoneNein
Cybertruck2023 – heuteNFC-Karte / SmartphoneNein

Warum Klonen hier anders funktioniert

  • NFC-Karten (Model 3/Y/S/X neu): Die Tesla-Schlüsselkarte ist im Grunde eine Chipkarte, die bei jedem Scan eine verschlüsselte Antwort berechnet. Man kann zwar die Seriennummer (UID) der Karte mit einem Smartphone auslesen, aber das reicht dem Auto nicht aus. Das Auto erwartet eine kryptografische Signatur, die man nicht einfach kopieren kann.
  • Das „Hacker-Risiko“ beim alten Model S: Forscher haben 2018 gezeigt, dass man die alten Model S Schlüsselanhänger (vor Juni 2018) in Sekunden klonen konnte, weil diese eine veraltete 40-Bit-Verschlüsselung nutzten. Tesla hat dies per Software-Update und neuen Schlüssel-Versionen behoben.
  • Die Lösung: „Add Key“: Anstatt einen Schlüssel zu klonen, ist es bei Tesla extrem einfach, neue Schlüssel selbst hinzuzufügen. Du kaufst eine leere Tesla-Karte (ca. 20–40 €) und kannst sie im Fahrzeug-Menü unter Fahrzeug > Verriegelung > Schlüssel hinzufügen innerhalb von 30 Sekunden selbst registrieren. Du benötigst dazu lediglich eine bereits funktionierende Karte zur Bestätigung.

Wichtige Sicherheitstipps für Tesla

  • PIN-to-Drive: Da Tesla-Schlüssel theoretisch durch Relay-Attacken (Signalverlängerung von Handy oder Fob) überlistet werden könnten, bietet Tesla die Funktion „PIN zum Fahren“ an. Selbst wenn jemand den Schlüssel klonen oder das Signal abgreifen würde, kann er ohne den 4-stelligen Code auf dem Display nicht losfahren.
  • Handyschlüssel: Da das Smartphone der Hauptschlüssel ist, ist die Sicherheit hier an dein Tesla-Konto und die Sicherheit deines Telefons (FaceID/Fingerabdruck) gekoppelt.

Fazit: Wenn du einen Ersatzschlüssel für einen Tesla willst, kaufst du am besten eine Originalkarte oder einen Fob und lernst ihn selbst im Menü an. Ein Schlüsseldienst mit Klongereäten kann hier in der Regel nichts ausrichten.